Jahrestag des Mauerbaus 1961 – ein Schicksalstag für Deutschland

Lesedauer: < 1 Minute

Der 13. August 1961, der Tag des Baus der Berliner Mauer, war ein Schicksalstag für Deutschland. Familien wurden auseinandergerissen, Begegnungen mit Freunden, die außerhalb der ehemaligen DDR lebten, wurden unmöglich gemacht und dadurch auch diese Freundschaften in Teilen zerstört.

"Es war für mich ein mahnendes sichtbares Zeichen der Unfreiheit und der politischen Willkür", sagt Holger Stahlknecht, CDU-Abgeordneter des Wahlkreis Wolmirstedt. "In meiner Familie war die Teilung täglich gegenwärtig, da mein Vater in Leipzig geboren, dort zur Schule gegangen war, studiert und in Leuna gearbeitet hatte. Mein Vater hatte das Gebiet der DDR kurze Zeit vor dem Mauerbau verlassen. Er hatte in dieser Zeit der Teilung immer von seiner Heimatstadt Leipzig und deren Schönheit berichtet. Auch Briefwechsel mit Freunden meines Vaters, die er durch die Teilung nicht mehr sehen konnte, fanden statt und waren Gegenstand von Gesprächen unserer Familie."

Wiedervereinigung ist historische Leistung

Die Teilung Deutschlands hat aber auch gezeigt, dass man den Willen und den Wunsch der Menschen auf Freiheit dauerhaft nicht unterdrücken kann. Insofern waren es die Bürgerinnen und Bürger in der ehemaligen DDR, die mit Kerzen in den Händen friedlich die Freiheit zurückholten und damit die Grundlage für die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes gelegt haben. Dieser Mut und die Friedlichkeit ist eine große historische Leistung, die wir niemals vergessen.

"Unsere Söhne haben wir im Sinne unserer Verfassung in Freiheit erzogen und ihnen mit auf den Weg gegeben, dass Freiheit eins der höchsten Güter ist, das niemals wieder durch staatliche Willkür oder Diktatur eingeschränkt werden darf", betont Holger Stahlknecht. "Um das Geschehene nicht vergessen zu machen, ist das Denkmal der deutsch-deutschen Teilung in Marienborn für jeden ein Pflichtprogramm."