Bundestagswahl 2021: Desaströses CDU-Ergebnis

Lesedauer: 2 Minuten

Die Wählerinnen und Wähler in Deutschland haben entschieden: "Bei der Bundestagswahl 2021 hat die CDU im Land ein desaströses Ergebnis eingefahren", sagt Holger Stahlknecht, CDU-Mitglied für den Wahlkreis Wolmirstedt im Landtag von Sachsen-Anhalt. Über die Zweitstimmen erreichte die CDU in Deutschland nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis nur 18,9 Prozent der Stimmen. "Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet die Menschen im Land mit seiner Botschaft nicht erreicht hat und sie nicht mitgenommen hat", betont Stahlknecht. In Sachsen-Anhalt erreichte die CDU bei den Zweitstimmen 21 Prozent.

Auch bei den Erststimmen hat sich der Wunsch nach einer stärkeren Durchsetzungskraft der CDU-Kandidaten nicht erfüllt: Nur Heike Brehmer (Harz), Sepp Müller (Dessau-Wittenberg) und Dieter Stier (Burgenlandkreis-Saalkreis) haben in ihren Wahlkreisen Direktmandate erhalten. Über die Landesliste konnte zudem Tino Sorge (Magdeburg) in den Bundestag einziehen. "Es liegt ein langer, arbeitsreicher Wahlkampf hinter den CDU-Kollegen. Ich gratuliere zu den Erfolgen, weiß aber auch, dass keine einfachen Aufgaben vor ihnen liegen. Ganz besonders mit Blick auf das Wahlergebnis", betont Stahlknecht.

Stahlknecht aktuell: "Laschet hat die Menschen nicht verstanden"

Das Wahlergebnis bei der Bundestagswahl zeige: Die Menschen in Sachsen-Anhalt unterscheiden klar zwischen Landes- und Bundespolitik. Bei den Landtagswahlen 2021 in Sachsen-Anhalt hatte die CDU 34,1 Prozent der Stimmen erhalten. Holger Stahlknecht erreichte im Wahlkreis Wolmirstedt zu diesem Zeitpunkt 40,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler. Die SPD hatte nur 11 Prozent der Stimmen der Wählerinnen und Wähler auf sich vereinen können.

Holger Stahlknecht dazu aktuell: "Der Unterschied zwischen Land und Bund ist für mich ein deutliches Zeichen: Spitzenkandidat Armin Laschet hat bei der Bundestagswahl die Menschen nicht verstanden und nicht mitgenommen. Das spiegelt sich im Wahlergebnis leider deutlich wider."

Ein "Weiter so" könne es in Anbetracht des Wahlergebnisses zur Bundestagswahl 2021 nicht geben: "Für die CDU ist es nicht ratsam, jetzt einfach zur Tagesordnung überzugehen", betont Holger Stahlknecht.  Es bedürfe Aufarbeitung, Selbstkritik und einen Blick darauf, was die Menschen in Deutschland und in den Bundesländern beschäftigt. Das gelte auf Bundes- wie auf Landesebene.

Wählermüdigkeit sei kein Grund für das Wahlergebnis zum Bundestag. Zumindest in Sachsen-Anhalt lag die Wahlbeteiligung bei 67,9 Prozent, das sind nur 0,2 Prozent weniger als bei der Bundestagswahl 2017. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl hatten sich in Sachsen-Anhalt vergleichsweise nur 60,1 Prozent der Wähler mit ihrer Stimmabgabe beteiligt.

Der Anteil der Briefwähler hat sich 2021, laut vorläufigem Amtlichen Endergebnis, auf 23,1 Prozent erhöht.