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Vor einem Jahr ist Holger Stahlknecht als Innenminister von Sachsen-Anhalt entlassen worden. Vorausgegangen war ein Interview, in dem es um den Streit über die Rundfunkgebühren und die drohende Auflösung der Kenia-Koalition in Sachsen-Anhalt ging.

Viele Menschen in Sachsen-Anhalt und im Wahlkreis des CDU-Landtagsabgeordneten hatten Stahlknecht gegenüber Bedauern über die Entlassung ausgesprochen. "Für den Zuspruch, den ich von den Bürgerinnen und Bürgern bekommen habe, und noch immer bekomme, bin ich dankbar", sagt Holger Stahlknecht. "Das zeigt, dass mein Standpunkt einer ehrlichen Politik auf Augenhöhe der richtige Weg ist."

Inzwischen arbeitet Holger Stahlknecht wieder in seinem Beruf als Rechtsanwalt und wirkt als Präsident des Fußballverbands Sachsen-Anhalt. Über die Entlassung hat der Jurist und Landtagsabgeordnete sich bisher kaum geäußert. Wie er die Zeit erlebt hat, erzählte der CDU-Abgeordnete für den Wahlkreis Wolmirstedt jedoch im Sommer beim 2. Magdeburger Salon. Fest steht für Stahlknecht: "Ich bin nicht nachtragend. Das Leben geht weiter." Klar positioniert sich der ehemalige Minister jedoch gegen den Vorwurf der AfD-Nähe: "Ich bin [...] ein absoluter Gegner dieser Partei. Ich habe im Landtag Dinge erlebt, in Reden von AfD-Abgeordneten, die habe ich mir nach zwölf Jahren dunkelster deutscher Geschichte, aus der wir unsere Lehren hätten ziehen müssen, einfach nicht vorstellen können."

Einen Mitschnitt des Gesprächs zwischen Moderator Dr. Tino Grosche und Holger Stahlknecht können Sie auf Facebook anschauen.